Pferdehaftpflichtversicherung

Pferdehaftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung schützt Sie gegen selbstverursachte Schäden an Dritten. Dabei werden Sach- und Personenschäden gleichermaßen berücksichtigt. Als Halter eines Pferdes ist man auch für die Schäden verantwortlich, die durch das Tier verursacht werden. Oft sind die finanziellen Auswirkungen immens.

Ein idyllischer Ausritt ist vor allem dann sorglos, wenn man auch für unkontrollierbare Situationen abgesichert ist. Ein freilaufender Hund oder ein vorbeifahrendes Auto können das Pferd erschrecken. Es läuft über die Straße und ein Unfall entsteht. Als Pferdehalter ist man zu 100 Prozent für die entstandenen Kosten verantwortlich. Aus diesem Grund gilt die Pferdehaftpflicht, ähnlich wie die private Haftpflichtversicherung für Menschen, als eine der wichtigsten Alltagsversicherungen.

Welche Schäden übernimmt die Pferdehaftpflicht?

Eine Pferdehaftpflichtversicherung schützt Pferdehalter vor zahlreichen Gefahren unabhängig von Rasse, Alter oder Größe des Pferdes. Gebissloses Reiten und Reiten ohne Sattel sind genauso mitversichert wie das Mitführen eines Handpferdes mit und ohne Halfter oder Trense. Auch sind durch Fohlen der versicherten Stute verursachte Schäden bis zum zwölften Lebensmonat abgedeckt. Ebenfalls sind Mietsachschäden an Stallungen, Reithallen und Offenställen im Versicherungsschutz integriert. Eigene Ställe sind jedoch nicht mitversichert. Die Pferdehaftpflichtversicherung übernimmt Kosten bei Flurschäden, also Schäden an Wäldern oder Landflächen. Außerdem ist das sogenannte Weidenrisiko mitversichert. Es versichert Schäden von Pferden, die auf einer Weide gehalten werden und andere Pferde verletzen. Manche Versicherungsverträge beinhalten auch Schäden an Transportern. Hier ist es sinnvoll, über die Notwendigkeit dieser Option nachzudenken.

Reitbeteiligungen und Gastreiter

Pferde werden selten nur von einer Person geritten und gepflegt. Die Pferdehaftpflichtversicherung nimmt alle Menschen, die eine Reitbeteiligung an dem Pferd haben, kostenlos in den Versicherungsvertrag mit auf. Wichtig ist, dass sie namentlich genannt werden. Gastreiter und nicht gewerbsmäßige Tierhüter sind immer durch den Versicherungsschutz abgesichert.

Erweiterter Schutz für Besitzer von Hengsten

Neben dem Schutz vor den wichtigsten Standardgefahren gibt es noch zahlreiche Optionen, die je nach Bedarf versichert werden können. Es gibt die Möglichkeit Deckschäden von gewollten und ungewollten Deckakten zu versichern. Diese Versicherung bietet sich nur für die Halter von Hengsten an, da die ungewollte Deckung, beispielsweise einer teuren Zuchtstute, sehr teuer werden kann. Der Besitzer des Hengstes trägt alle Kosten für Zuchtausfall, Abtreibung oder Aufzucht des Fohlens.

Zusatzschutz für Zahlungsausfall

Ist man selbst durch einen anderen Pferdehalter geschädigt, so wird der eigene Schaden nur ersetzt, wenn der Verursacher bzw. dessen Versicherung den Schaden übernimmt. Ist der andere Pferdebesitzer nicht versichert oder kann den Schaden nicht aus eigener Tasche begleichen, so bleibt der Geschädigte unter Umständen auf seinen Verlusten sitzen. Es besteht die Möglichkeit sich gegen solche Fälle von Forderungsausfall zu versichern. Die Versicherung begleicht dann alle Kosten, die für den Geschädigten entstehen stellvertretend für den Schadenverursacher.


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