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Werden Unfälle durch Schnee von der Privathaftpflicht bezahlt?

Oftmals gibt es Streitigkeiten darüber, ob eine Haftpflichtversicherung auch für Schäden aufkommt, die in Zusammenhang mit Schnee entstehen. Zahlt die Haftpflichtversicherung, wenn Kinder in einer Schneeballschlacht versehentlich Fenster einwerfen oder Passanten verletzen? Und wer haftet bei Schneeunfällen auf dem Gehweg?

Kaum fällt der erste Schnee, kann man schon die ersten Kinder bei einer Schneeballschlacht beobachten. Das macht ihnen einen Riesenspaß, doch ungefährlich sind Schneeballschlachten nun auch nicht. Ein unachtsam geworfener Schneeball kann durchaus hohen Sachschaden anrichten, wenn durch ihn ein Fenster zerstört oder ein Auto beschädigt wird. Von Personenschäden ganz zu schweigen. Gleiches gilt auch für Unfälle auf und vor dem eigenen Grundstück, wenn die Wege nicht ordentlich geräumt wurden. In welchen Fällen haftet man selbst und wann kommt die private Haftpflichtversicherung für Schneeunfälle bzw. Schneeschäden auf?

Auch im Schnee: Eltern haften für Ihre Kinder

Kinder unter acht Jahren sind gesetzlich generell deliktunfähig. Verletzt ein Kind eine andere Person oder ein anderes Kind mit einem Schneeball, kann es erst ab acht Jahren dafür haftbar gemacht werden. Eltern von Kindern ab acht Jahren sollten unbedingt prüfen, ob Schäden durch die Kinder von der Haftpflichtversicherung gedeckt sind, denn das ist nicht immer automatisch der Fall.

Das ist jedoch kein Freibrief für unvorsichtige Schneeballschlachten, denn die Eltern können durchaus haftbar gemacht werden. Spielen Kinder ohne Aufsicht im Schnee, liegt eine Verletzung der Aufsichtspflicht vor und die Haftung für durch die Kinder verursachte Schäden geht auf die Eltern über.

Haben die Eltern eine private Haftpflichtversicherung, sind sie klar im Vorteil, denn solche Schäden gelten als fahrlässig angerichtete Schäden und werden üblicherweise von der Haftpflichtversicherung übernommen, sofern es sich nicht um eine falsche Beschuldigung handelt. War das Fenster schon vor dem Schneeballwurf kaputt, haften natürlich weder Kinder, noch Eltern oder die Haftpflichtversicherung.

Ein mit einem Schneeball eingeworfenes Fenster kann man meist noch ganz gut selbst ersetzen, denn die Schadenhöhe hält sich für gewöhnlich in Grenzen. Anders sieht es jedoch aus, wenn ein Passant von einem Schneeball im Gesicht getroffen wird und daraufhin erblindet oder stürzt und sich etwas bricht.

In solchen Fällen geht die Schadenshöhe schnell sogar bis in den Millionenbereich, denn als Verursacher des Schadens muss man nicht nur für die Genesungskosten aufkommen, sondern auch für alle Folgekosten wie Verdienstausfall oder sonstige Vermögensschäden.

Haftpflichtversicherung und Schneeunfälle auf dem Gehweg

In Deutschland gibt es eine Schneeräumpflicht. Das bedeutet, dass immer dafür gesorgt sein muss, dass Gehwege vor Gebäude, sowie der Eingangsbereich und Zugänge zu Stellplätzen und Mülltonnen von Schnee befreit sind. Wird dieser Pflicht nicht nachgekommen und eine Person stürzt oder kommt anderweitig zu Schaden, haftet die Person, die für die Räumung zuständig war. Eine Haftpflichtversicherung übernimmt die Haftung in der Regel nur dann, wenn der Schaden trotz ordentlicher Räumung entstanden ist. Wer ist allgemein für die Gehwegräumung verantwortlich und was muss geräumt werden?

Von Schnee zu befreien sind:

  • Gehweg vor dem Grundstück: Mindestens 120 cm Breite
  • Gesamter Eingangsbereich von Grundstück bis Gebäude
  • Wege zu Park- und Stellplätzen, sowie Mülltonnen: Mindestens 50 cm Breite

Am Wochenende müssen die Flächen bis acht Uhr geräumt sein, an Wochentagen bis sieben Uhr. Wer nun genau für die Räumung verantwortlich ist, ist Sache der Kommunen. Im Normalfall überantworten die Kommunen diese Aufgabe jedoch auf die Hausbesitzer. Handelt es sich bei den Gebäuden um Miethäuser, liegt die Pflicht zur Schneebeseitigung in den meisten Fällen beim Hausmeister oder Vermieter.

Dieser hat jedoch das Recht, die Pflicht auf seine Mieter abzuwälzen. Mieter sollten daher nachsehen, ob und wann sie zur Gehwegräumung verpflichtet sind, denn wie bereits erwähnt, zahlt eine Haftpflichtversicherung nicht für Schneeunfälle, die durch nicht geräumte Wege entstanden sind.

Haftpflichtversicherung: Wie viel ist steuerlich absetzbar?

Die Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Alltagsversicherungen, weil sie vor den finanziellen Folgen selbstverursachter Schäden an Dritten schützt. Wie wichtig eine Haftpflichtversicherung ist, bestätigt auch das Finanzamt. Denn es erlaubt Steuerzahlern einen Teil des Jahresbeitrags steuerlich abzusetzen.

Die Haftpflichtversicherung greift immer dann ein, wenn der Vertragskunde unbeabsichtigt einer Person oder Sache einen Schaden zufügt. Denn, wenn der Wind einen Blumentopf vom Balkon des Versicherten weht und dieser auf das Auto des Nachbarn fällt, ist der Schaden oft sehr groß und die Kosten hoch. Werden Personen verletzt, kommt es häufig zu lebenslangen Rentenverpflichtungen. Gerade solche Versicherungsfälle verursachen immense Kosten und können täglich passieren. Die Haftpflichtversicherung zählt deshalb zu den wichtigsten Versicherungen. Sie schützt vor den finanziellen Folgen von Alltagsgefahren, die jeder Zeit unbeabsichtigt geschehen können. Genau das spiegelt sich auch darin wider, dass die private Haftpflichtversicherung von der Steuer abgesetzt werden kann. Die private Haftpflichtversicherung muss dabei anders bei der Steuererklärung angegeben werden als die berufliche, denn letztere gilt als Werbungskosten und kann extra abgesetzt werden.

Haftpflichtversicherung in der Steuererklärung: Keine Vorteile für gut Versicherte

Wie in so vielen Fällen steckt auch bei der steuerlichen Absetzbarkeit der Teufel im Detail. Die private Haftpflichtversicherung zählt zu den sogenannten Vorsorgeaufwendungen. Dazu zählen neben der Haftpflichtversicherung beispielsweise auch die Kfz-Haftpflicht sowie die Kranken- und Pflegeversicherung. Insgesamt können alle Vorsorgeaufwendungen von einer steuerpflichtigen Person nur in Höhe von 1.900 Euro für Angestellte und 2.800 Euro für Selbstständige in der Steuererklärung abgesetzt werden. Einen Vorteil gibt es für verheiratete Paare, da sie den doppelten Höchstbetrag von der Steuer absetzen können.

Für viele Menschen ist der Höchstbetrag der Vorsorgeaufwendungen schon durch andere Versicherungen ausgeschöpft, sodass die steuerlichen Vorteile der privaten Haftpflichtversicherung nur auf dem Papier existieren. Vor allem für Menschen, die viele Versicherungen haben, die zu den Vorsorgeaufwendungen gehören, kann der Höchstbetrag deshalb ärgerlich sein.

Bei der Steuer profitieren mit einer Haftpflichtversicherung

Steuerzahler kritisieren häufig, dass der Höchstbetrag, der von der Steuer abgesetzt werden kann, so schnell ausgeschöpft ist, dass sich die Mühe nicht lohnt, bei der Steuererklärung alle Vorsorgeaufwendungen anzugeben. Häufig ist die Mühe tatsächlich umsonst, doch es gibt auch zahlreiche Ausnahmen, die echte Vorteile vor der Steuer bieten: Viele Steuerzahler wie kinderlose Selbständige, geringverdienende Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre können trotzdem profitieren, weil sie aufgrund von anderen Beiträgen die Höchstgrenze oft nicht erreichen.

Tipp für die Steuererklärung: Haftpflichtversicherung für den Beruf richtig absetzen

Selbstständige und Freiberufler sind gut beraten, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Neben wichtigem Schutz vor finanziellen Folgen von selbstverschuldeten Fehlern und Missgeschicken im Arbeitsleben, können die Leistungen, anders als bei der privaten Haftpflichtversicherung, als Werbekosten abgerechnet werden. Die berufliche Haftpflichtversicherung fällt demnach nicht unter dem Höchstbetrag von bis zu 2.800 Euro, den Selbstständige und Freiberufler bei der Steuererklärung absetzen können, wenn sie entsprechende Versicherungen haben.

Welche Haftpflichtversicherungen können abgesetzt werden?

Bei der Steuererklärung kann nicht nur die private Haftpflichtversicherung geltend gemacht werden, sondern auch weitere Haftpflichtpolicen. Der Höchstbetrag ist allerdings auch hier maßgeblich für die Absetzbarkeit. Ist der Höchstbetrag ausgeschöpft, kann nichts mehr vor der Steuer geltend gemacht werden. Wer allerdings nicht an diese Grenze stößt, der kann sich bei der Kfz-, Tierhalter-, Grundstück- und Grundbesitzerhaftpflicht über Steuervorteile freuen.

Steuervorteile durch Haftpflichtversicherung: Altersvorsorge nicht betroffen

Obwohl sowohl die Riester- als auch die Rürup Rente bei der Steuer zu den Vorsorgeaufwendungen zählen, sind sie nicht von dem Höchstbetrag von 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro betroffen. Sie stehen demnach den steuerlichen Vorteilen der Haftpflichtversicherten nicht im Wege. Anders verhält es sich mit einer private Unfallversicherung, einer zusätzlichen Pflegeversicherung oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie können genauso wie auch die private Haftpflichtversicherung vor der Steuer geltend gemacht werden und tragen dazu bei, dass der Höchstbetrag schneller erschöpft wird.

Haftpflichtversicherung für Hebammen: Teure Beiträge bedrohen Existenz

Eine Haftpflichtversicherung ist für Hebammen nicht nur essentiell. Die Absicherung vor Schadensersatzansprüchen Dritter ist für die Geburtshelfer auch gesetzlich vorgeschrieben. Doch da die Beiträge für die sogenannte Berufshaftpflichtversicherung immer weiter steigen, könnte besonders freiberuflichen Hebammen bald das Aus drohen.

Haftpflichtversicherung für Hebammen ist Pflicht

Es gibt bestimmte Berufsgruppen, die nur mit einer besonderen Haftpflichtversicherung ihren Job ausüben dürfen. Dazu zählen beispielsweise Ärzte und Anwälte. Sie haften für Fehler, die ihnen während ihrer beruflichen Tätigkeit unterlaufen. Schon eine kleine Unachtsamkeit reicht aus und Dritten kann ein Schaden entstehen. Vor solchen Schadenersatzforderungen im Zuge von Vermögens-, Sach- oder Personenschäden schützt eine Berufshaftpflichtversicherung, eine spezielle Form der Haftpflichtversicherung. Auch Hebammen müssen diese abschließen. Denn wenn es bei der Geburt zu Komplikationen kommt und Mutter oder Kind im Zuge der beruflichen Ausübung geschädigt werden, können enorme Behandlungskosten entstehen.

Kosten der Haftpflichtversicherung für Hebammen stark steigend

Oftmals sind es nicht die Forderungen der Geschädigten nach finanzieller Entschädigung, sondern die Regressansprüche der Pflege- und Krankenkassen, die eine Haftpflichtversicherung für Hebammen notwendig machen. Bei teuren Behandlungsfällen der Geschädigten wenden sie sich an den Verursacher – die Geburtshelfer –, um sich das Geld von ihnen zurückzuholen. Da sich die medizinische Versorgung immer weiter verbessert, steigen auch die Kosten. Dies hat fatale Folge für Hebammen. Denn die Haftpflichtversicherung passt immer wieder ihre Beiträge an. Während die Haftpflichtversicherung für Hebammen 1982 noch rund 30 Euro im Jahr gekostet hat, müssen sie seit dem 1. Juli 2014 nun über 5.000 Euro für ihren Versicherungsschutz aufbringen.

Freiberuflichen Hebammen droht berufliches Aus

Durch die hohen Beiträge für die spezielle Haftpflichtversicherung droht vielen Hebammen das freiberufliche Aus. Denn während angestellte Geburtshelfer meist über ihren Arbeitgeber versichert sind, müssen sie ihre Prämien aus der eigenen Tasche zahlen. Durch eine gesetzliche Neuerung im Juni 2014 werden Hebammen mit nur wenigen Geburten nun zwar finanziell entlastet. Doch das Hauptproblem zu hoher Versicherungsbeträge ist noch nicht gelöst. Da zudem nur noch sehr wenige Anbieter Hebammen überhaupt haftpflichtversichern, könnte bald der gesamte Berufsstand der Vergangenheit angehören.

Lösung gesucht: Prämien der Haftpflichtversicherung für Hebammen senken

Um die Beiträge der Haftpflichtversicherung für Hebammen zu begrenzen, gibt es mehrere Möglichkeiten, die derzeit diskutiert werden. Einerseits könnte eine Haftungsobergrenze eingeführt werden, sodass die Geburtshelfer nicht mehr in unbegrenzter Höhe haften müssen. Andererseits könnten die Kranken- und Pflegekassen gesetzlich dazu verpflichtet werden, auf ihre Regressansprüche zu verzichten. Für Vertreter der gesetzlichen Krankenversicherung stellt die letztgenannte Möglichkeit jedoch keine Alternative dar, um das Problem zu lösen. Zusammen mit den Betroffenen sucht die Politik daher weiter nach einer dauerhaften Lösung.

Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung: Versichert ohne Risiko

Die Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen, da sie Versicherte bei kleinen und großen Missgeschicken finanziell schützt. Schadenfälle übernimmt die Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung komplett, wobei Versicherte mit Selbstbeteiligung den Schaden teilweise selbst tragen müssen.

Verschütteter Wein auf dem Teppich der Nachbarn ist ärgerlich. Besonders, wenn der Haftpflichtversicherer nicht für die Reinigungskosten aufkommt, obwohl man Kunde ist. Eine Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung schützt besser vor Fällen wie diesem. Oft sind die vom Versicherten verursachten Schäden so gering, dass der Versicherte die Kosten für den Schaden aufgrund der Höhe der Selbstbeteiligung allein tragen muss. Die Höhe der Selbstbeteiligung wird als feststehender Betrag oder prozentual anhand der Versicherungssumme festgesetzt. Die Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung schützt Versicherte demnach nicht nur vor großen finanziellen Risiken wie Personenschäden oder einem zerstörten Kunstwerk, sondern federt auch geringere Kosten ab.

Haftflicht ohne Selbstbeteiligung: Höhere Beiträge lohnen sich

Die Selbstbeteiligung liegt bei verschiedenen Anbietern meist zwischen 125 Euro und 250 Euro. Wird das neue Mobiltelefon des Freundes bestaunt und dabei versehentlich fallengelassen, so können je nach Modell Kosten von 100 Euro bis 600 Euro entstehen. Versicherte zahlen im Schadenfall zunächst die vereinbarte Selbstbeteiligung. Der Versicherer kommt nur für die Kosten auf, die darüber hinaus liegen. Die Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung trägt den Schaden hingegen komplett, ohne dass Versicherte sich daran beteiligen, und das schon bei geringen Beiträgen.

Bagatellschäden werden von der Haftplicht ohne Selbstbeteiligung getragen

Der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung wird von Verbraucherschützern empfohlen, weil die Vorteile überwiegen. Denn Bagatellschäden kommen oft häufiger vor als große Unfälle und sollten aus diesem Grund in der Versicherungsleistung integriert sein. Es gibt allerdings auch einige Gefahren, die man beachten sollte, wenn man häufig geringe Schadenfälle beim Versicherer meldet. Der Anbieter hat beispielsweise das Recht, seinem Kunden nach einem Schadensfall zu kündigen. Häufen sich Meldungen von Bagatellschäden, die jedes Mal einen gewissen Verwaltungsaufwand und entsprechende Kosten verursachen, so kann Versicherten durchaus die Kündigung drohen

Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung: Vergleichen lohnt sich

Wer Tarife mit und ohne Selbstbeteiligung vergleicht, der stellt fest, dass er bei einer Haftpflichtversicherung mit einem Selbstbehalt von 150 Euro durchschnittlich ca. 10 Euro pro Jahr sparen kann. Es lohnt sich demnach nur am monatlichen Versicherungsbeitrag für die Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung zu sparen, wenn man viele Jahre schadenfrei bleibt. Fraglich ist, ob das dem gewünschten Nebeneffekt Beiträge zu reduzieren, entspricht. Wichtig ist, dass man bei Wahl der Haftpflichtversicherung auch auf Tarife ohne Selbstbeteiligung achtet. Vor allem aber sollten die Konditionen der Versicherer zu den individuellen Bedürfnissen des Versicherungsnehmers passen.

Pferdehaftpflichtversicherung

Pferdehaftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung schützt Sie gegen selbstverursachte Schäden an Dritten. Dabei werden Sach- und Personenschäden gleichermaßen berücksichtigt. Als Halter eines Pferdes ist man auch für die Schäden verantwortlich, die durch das Tier verursacht werden. Oft sind die finanziellen Auswirkungen immens.

Ein idyllischer Ausritt ist vor allem dann sorglos, wenn man auch für unkontrollierbare Situationen abgesichert ist. Ein freilaufender Hund oder ein vorbeifahrendes Auto können das Pferd erschrecken. Es läuft über die Straße und ein Unfall entsteht. Als Pferdehalter ist man zu 100 Prozent für die entstandenen Kosten verantwortlich. Aus diesem Grund gilt die Pferdehaftpflicht, ähnlich wie die private Haftpflichtversicherung für Menschen, als eine der wichtigsten Alltagsversicherungen.

Welche Schäden übernimmt die Pferdehaftpflicht?

Eine Pferdehaftpflichtversicherung schützt Pferdehalter vor zahlreichen Gefahren unabhängig von Rasse, Alter oder Größe des Pferdes. Gebissloses Reiten und Reiten ohne Sattel sind genauso mitversichert wie das Mitführen eines Handpferdes mit und ohne Halfter oder Trense. Auch sind durch Fohlen der versicherten Stute verursachte Schäden bis zum zwölften Lebensmonat abgedeckt. Ebenfalls sind Mietsachschäden an Stallungen, Reithallen und Offenställen im Versicherungsschutz integriert. Eigene Ställe sind jedoch nicht mitversichert. Die Pferdehaftpflichtversicherung übernimmt Kosten bei Flurschäden, also Schäden an Wäldern oder Landflächen. Außerdem ist das sogenannte Weidenrisiko mitversichert. Es versichert Schäden von Pferden, die auf einer Weide gehalten werden und andere Pferde verletzen. Manche Versicherungsverträge beinhalten auch Schäden an Transportern. Hier ist es sinnvoll, über die Notwendigkeit dieser Option nachzudenken.

Reitbeteiligungen und Gastreiter

Pferde werden selten nur von einer Person geritten und gepflegt. Die Pferdehaftpflichtversicherung nimmt alle Menschen, die eine Reitbeteiligung an dem Pferd haben, kostenlos in den Versicherungsvertrag mit auf. Wichtig ist, dass sie namentlich genannt werden. Gastreiter und nicht gewerbsmäßige Tierhüter sind immer durch den Versicherungsschutz abgesichert.

Erweiterter Schutz für Besitzer von Hengsten

Neben dem Schutz vor den wichtigsten Standardgefahren gibt es noch zahlreiche Optionen, die je nach Bedarf versichert werden können. Es gibt die Möglichkeit Deckschäden von gewollten und ungewollten Deckakten zu versichern. Diese Versicherung bietet sich nur für die Halter von Hengsten an, da die ungewollte Deckung, beispielsweise einer teuren Zuchtstute, sehr teuer werden kann. Der Besitzer des Hengstes trägt alle Kosten für Zuchtausfall, Abtreibung oder Aufzucht des Fohlens.

Zusatzschutz für Zahlungsausfall

Ist man selbst durch einen anderen Pferdehalter geschädigt, so wird der eigene Schaden nur ersetzt, wenn der Verursacher bzw. dessen Versicherung den Schaden übernimmt. Ist der andere Pferdebesitzer nicht versichert oder kann den Schaden nicht aus eigener Tasche begleichen, so bleibt der Geschädigte unter Umständen auf seinen Verlusten sitzen. Es besteht die Möglichkeit sich gegen solche Fälle von Forderungsausfall zu versichern. Die Versicherung begleicht dann alle Kosten, die für den Geschädigten entstehen stellvertretend für den Schadenverursacher.


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Höhe der Deckungssumme bei Privathaftpflicht

Private Haftpflichtversicherung: Wie wichtig ist die Höhe der Deckungssumme?

Eine private Haftpflichtversicherung zählt zu den wichtigsten Alltagsversicherungen, da sie Privatpersonen und Familien für Sach- und Personenschäden an Dritten absichert. Sie ist zwar keine Pflichtversicherung, wie etwa die Kfz-Haftpflichtversicherung, aber mindestens genauso wichtig. Schon scheinbar kleine Unachtsamkeiten können zu Schäden in Millionenhöhe führen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig auf die Deckungssumme seiner privaten Haftpflichtversicherung zu achten. Denn die Kosten für Schäden werden nur bis zur vereinbarten Deckungssumme übernommen. In der Regel gilt eine Deckungssumme von 250.000–500.000 € für Sachschäden und eine Deckungssumme von 3-10 Millionen Euro für Personenschäden als sinnvoll.

Die Deckungssumme für Personenschäden wird höher bemessen, weil in Fällen von Personenschäden häufig Folgekosten wie Schmerzensgeldrente oder Pflegekosten entstehen.

Mögliche Langzeitkosten bei Personenschäden

Ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz vom 2.4.2014 zeigt, wie wichtig eine hohe Deckungssumme bei Personenschäden ist. Im Zuge einer nachbarschaftlichen Gefälligkeit hat ein gelernter Elektriker unentgeltlich eine Außenlampe an einem Mehrfamilienhaus installiert. Eine Leitung wurde durch einen Nagel in der Außenwand beschädigt und führte zu einem Stromschlag beim Kläger, der einen Hirnschaden durch Sauerstoffmangel erlitt. Der 46-jährige Kläger ist zu 100% behindert und umfassend pflegebedürftig. Der Nachbarschaftshelfer wird auf 600.000 € Schmerzensgeld, auf eine lebenslange Schmerzensgeldrente und Schadensersatz verklagt. Aufgrund der Fahrlässigkeit der Handlung haftet der Nachbarschaftshelfer trotz seiner unentgeltlichen Gefälligkeit.

In solchen Fällen tritt die private Haftpflichtversicherung bis zur vereinbarten Deckungssumme ein. Unterm Strich bedeutet das: Ist die Deckungssumme zu niedrig gewählt, zahlt der Versicherte mit seinem Privatvermögen alle Kosten, die über die vereinbarte Summe hinausgehen.

Sachschäden: Kleine Unachtsamkeit mit großen Folgen

Private Haftpflichtversicherungen decken aber nicht nur gravierende Schäden wie diesen ab, sondern auch allgemeine, kleinere Schäden, die durch den Versicherten selbst oder die mitversicherte Familie verursacht wurden. Wichtig ist, dass generell nur Schäden versichert sind, die nicht vorsätzlich entstanden sind. Dazu gehören beispielsweise ein verschüttetes Rotweinglas auf dem Teppich des Nachbarn oder eine Tasse Tee über den Laptop eines Freundes. Auch ist es wichtig zu wissen, dass Schäden durch größere Tiere, wie Hunde oder Pferde, aus der Haftpflichtversicherung ausgeschlossen sind. Es gibt dafür eine separate Tierhaftpflichtversicherung.

Weitere Leistungen von privaten Haftpflichtversicherungen

Eine Leistung der privaten Haftpflichtversicherung ist die Abwehr gegen unberechtigte Ansprüche. Dieser sogenannte passive Rechtsschutz tritt ein, wenn der Versicherte zu Unrecht für einen Schaden verantwortlich gemacht wird. Die Versicherung wehrt die unbegründeten Forderungen ab und übernimmt Gerichts- und Anwaltskosten, wenn dies erforderlich sein sollte. Praktisch ist auch die Forderungsausfalldeckung. Sie tritt ein, wenn derjenige, der dem Versicherten einen Schaden zugefügt hat, nicht zahlen kann. Die private Haftpflichtversicherung übernimmt dann die Kosten, die für den Versicherten verursacht wurden. Generell sollte man seine private Haftpflichtversicherung auf den aktuellen Stand überprüfen und wissen, welche Schäden mitversichert sind. Besonders in älteren Versicherungsverträgen fehlen oft relevante Leistungen wie beispielsweise Fahrlässigkeit.
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Haftpflichtversicherung für Beamte: Privat und beruflich absichern

Haftpflichtversicherung für Beamte: Privat und beruflich absichern

Der Abschluss einer Haftpflichtversicherung ist für Beamte bzw. für Angestellte des öffentlichen Dienstes meist etwas günstiger. Zusätzlich sollten sie sich jedoch mit einer sogenannten Diensthaftpflichtversicherung, auch Amtshaftpflichtversicherung genannt, absichern. Denn laut Gesetz haften Beamte für ihre Handlungen.

Haftpflichtversicherung für Beamte meist günstiger

Eine private Haftpflichtversicherung sollte Jeder abgeschlossen haben. Denn für Schäden, die Dritten verursacht werden, müssen die Verursacher haften. Dies ist gesetzlich geregelt. Kleinere Schäden, etwa einem durch Unachtsamkeit ramponierten Smartphone des Freundes, sind zwar ärgerlich, lassen sich aber meist problemlos aus der eigenen Tasche zahlen. Doch kommen durch das eigene Verhalten Menschen zu Schaden, wird es teuer. Bei Vermögens-, Sach- und Personenschäden springt die private Haftpflichtversicherung ein. Vorteil für Beamte: Für sie ist der Abschluss im Vergleich zu anderen Berufsgruppen meist etwas günstiger.

Zusätzliche Haftpflichtversicherung für Beamte sinnvoll

Eine Haftpflichtversicherung allein reicht für Beamte jedoch nicht aus. Sie und allgemein Angestellte des öffentlichen Dienstes, beispielsweise Gerichtsvollzieher, Staatsanwälte, Förster, Bedienstete beim Zoll und der Polizei, sollten sich auch gegen Schadensersatzforderungen schützen, die im Zuge ihrer beruflichen Tätigkeit auf sie zukommen können. Paragraf 839 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) regelt die Haftung wie folgt: „Verletzt ein Beamter vorsätzlich oder fahrlässig die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so hat er dem Dritten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“

Leistungen einer Diensthaftpflichtversicherung

Die Dienst-Haftpflichtversicherung, mit der sich Beamte gegen beruflich bedingte Schadensersatzansprüche absichern können, ist eine Form der Berufshaftpflichtversicherung. Diese muss sogar in einigen Berufszweigen, etwa von Ärzten, abgeschlossen werden. Ohne den Versicherungsschutz dürfen sie ihren Beruf nicht ausüben. Eine gesonderte Haftpflichtversicherung ist für Beamte zwar nicht unbedingt zwingend. Doch wer nicht mit seinem Privatvermögen haften will, sollte vorsorgen. Auch eine Diensthaftpflichtversicherung leistet bei Vermögens-, Personen- und Sachschäden. Allerdings sollten hierbei die Deckungssummen in den beiden erst genannten Bereichen deutlich höher als bei einer privaten Haftpflichtversicherung für Beamte angesetzt sein.

Wieso ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für Beamte sinnvoll?

Ein häufig genanntes Beispiel, warum sich eine spezielle Haftpflichtversicherung für Beamte auszahlt, ist die Verletzung der Aufsichtspflicht bei verbeamteten Lehrern. Kommt dabei ein Schüler – etwa auf einer Klassenfahrt – zu Schaden, kann dieser bzw. die Eltern Schadenersatz von der Aufsichtsperson fordern. Auch in der Verwaltung kann eine Fehlentscheidung ernsthafte finanzielle Konsequenzen für Verwaltungsfachangestellte bedeuten. Eine Diensthaftpflichtversicherung leistet dabei nicht nur bei finanziellen Ansprüchen von Geschädigten. Sie prüft zudem zunächst, ob die Forderungen berechtigt sind. Falls nicht, weist sie der Versicherer ab. Versicherte sind so doppelt geschützt. Wie bei allen Versicherungen gilt hier allerdings auch: Interessierte sollten sich nicht für das erstbeste Angebot entscheiden, sondern verschiedene Tarife miteinander vergleichen.

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Haftpflichtversicherung: Katze mitversichert?

Haftpflichtversicherung Katze: Keine Extra-Absicherung notwendig

Katzenhalter brauchen keine gesonderte Haftpflichtversicherung für ihre Katze abschließen. Anders als beispielsweise bei Hunden und Pferden sind die Tiere in der Regel über die private Haftpflichtversicherung mitversichert. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Versicherung in jedem Fall einen Schaden übernimmt, der durch die Katze verursacht wurde.

Haftpflichtversicherung für die Katze?

Die Frage, ob Katzenhalter eine Haftpflichtversicherung für ihre Katze brauchen, kann schnell mit einem ‚Nein‘ beantwortet werden. Denn eine Katzen-Haftpflichtversicherung gibt es im Gegensatz zu einer separaten Hunde-Haftpflichtversicherung nicht. Der Grund ist leicht erklärt: Aufgrund ihrer Größe können Katzen im Vergleich zu Pferden oder Hunden keine größeren Schäden anrichten. Ein Katzenbesitzer kann daher einen Schaden, den sein Haustier Dritten verursacht, über seine Privathaftpflichtversicherung regulieren. Es ist keine gesonderte Haftpflichtversicherung für die Katze notwendig.

Schäden durch Katze: Wann leistet die Haftpflichtversicherung für Katzen?

Die private Haftpflichtversicherung leistet für Schäden durch Katzen, da sie zu den kleinen und zahmen Haustieren zählen, ähnlich wie Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen. Dabei ist es egal, ob es sich bei dem Haustier um einen Freigänger oder eine reine Wohnungskatze bzw. -kater handelt. Jedoch sollten Katzenbesitzer ihren Versicherungsschutz insbesondere dann erneut überprüfen, wenn sie in einer Mietwohnung leben. Denn Schäden, die zum Beispiel durch wiederholtes Kratzen an Tapeten oder Türen entstehen, decken die meisten Versicherungen nicht ab.

Abgesehen von solchen sogenannten Allmählichkeitsschäden muss die Haftpflichtversicherung den Leistungsbaustein Mietsachschäden abdecken, damit diese auch übernommen werden. Andersfalls bleibt der Versicherte auf den Kosten sitzen, wenn die Katze beispielsweise ein Regal umkippt, das eine tiefe Schramme im Laminat hinterlässt. Hier wird dem Vermieter ein Schaden verursacht, den eine Haftpflichtversicherung übernimmt, auch wenn kein Mensch, sondern eine Katze Ursache für die Beschädigung war.

Haftpflichtversicherung leistet voll auch bei Schäden durch Katzen

Die private Haftpflichtversicherung leistet auch bei Katzen-Schäden voll. Das bedeutet, der Versicherer reguliert nicht nur berechtigte Schadensersatzforderungen – etwa wenn die Katze beim Besuch in einer anderen Wohnung eine Vase umstößt –, sondern weist auch unberechtigte Forderungen zurück. Ein älteres Gerichtsurteil (Amtsgericht Celle, Aktenzeichen 16 C 187/97) zeigt beispielsweise, wie ein Autofahrer versucht hat, Kratzspuren an seinem Fahrzeug der Katze zuzuschreiben. Erst ein Gutachten belegte, dass die Kratzer im Lack aufgrund ihrer Tiefe weder durch das Laufen noch das Sich-Strecken der Katze auf dem Auto verursacht wurden.

Als Katzenbesitzer unbedingt Privathaftpflichtversicherung abschließen

Dies ist nur ein Beispiel, warum es als Katzenhalter sinnvoll ist, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen. Denn gerade bei Katzen mit Freigang können sie schlecht kontrollieren, wohin die Tiere gehen und was sie dabei machen. Wirft später beispielsweise ein Nachbar dem Versicherten vor, die Katze bzw. der Kater habe einen Schaden angerichtet, kann der Fall einfach an die Haftpflichtversicherung übermittelt werden. Diese überprüft gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit einem Sachverständigen, ob die Forderung nach Schadensersatz berechtigt ist.

Keine extra Haftpflichtversicherung für Katzen – aber für Pferde und Hunde

Eine Haftpflichtversicherung für die Katze ist also nicht notwendig, solange eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen wurde. Besteht kein Versicherungsschutz, müssen Katzenbesitzer Schäden, die durch ihr Haustier entstanden sind, aus der eigenen Tasche zahlen. Hunde- und Pferdebesitzer können hingegen Schäden, die die Vierbeiner Dritten anrichten, nicht über ihre normale Haftpflichtversicherung ersetzen lassen. Stattdessen müssen sie eine spezielle Haftpflichtversicherung abschließen. In einigen Bundesländern sowie für einige Hunderassen ist eine Hundehaftpflichtversicherung sogar Pflicht.

Katzenkrankenversicherung: Sinnvolle Versicherung für die Katze?

Es gibt zwar keine Haftpflichtversicherung für Katzen, doch Tierhalter können sich finanziell gegen teure Tierarztbesuche mit einer Katzenversicherung absichern. Dabei wird bei den Anbietern meist zwischen ambulanten und stationären Behandlungen unterschieden. Wird eine Operation notwendig, ist eine entsprechende Katzenkrankenversicherung sinnvoll, die auch operative Eingriffe erstattet. Ob sich der Abschluss solch einer Versicherung auszahlt, müssen Katzenhalter individuell entscheiden. Dabei hilft es, die Kosten der Versicherung für mehrere Jahre mit möglichen Tierarztkosten, etwa bei typischen Katzenkrankheiten, gegenüberzustellen.
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Fahrlässigkeit bei Privathaftpflichtversicherungen

Haftpflichtversicherung: Fahrlässigkeit kann Versicherungsschutz kosten

Die private Haftpflichtversicherung zählt als die wichtigste Police im Bereich der persönlichen Risikovorsorge. Schließlich kann ein Missgeschick schnell Schadensersatzforderungen in hoher Summe nach sich ziehen. Doch nicht immer zahlt die Haftpflichtversicherung. Bei Fahrlässigkeit kann der Versicherer unter Umständen die Leistungen verweigern – der Versicherungsnehmer bleibt auf den hohen Kosten sitzen. Daher ist es bei der Auswahl einer Privathaftpflicht so wichtig, auch darauf zu achten, dass selbst grobe Fahrlässigkeit mit versichert ist.

Das leistet eine Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung funktioniert nach einem einfachen Prinzip: Verursacht der Versicherungsnehmer einem Dritten einen Schaden, dann werden die Schadenersatzansprüche vom Versicherer beglichen. Unberechtigte Forderungen werden hingegen von der Versicherungsgesellschaft abgewehrt. Entsteht der Schaden jedoch infolge grober Fahrlässigkeit, kommt es auf die Versicherungspolice an, ob die Versicherung auch tatsächlich leistet.

Einfache und grobe Fahrlässigkeit bei der Haftpflichtversicherung

Die deutsche Rechtsprechung unterscheidet zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit. So ist einfache Fahrlässigkeit dadurch definiert, dass die erforderliche Sorgfalt außer acht gelassen wird. Grobe Fahrlässigkeit ist nicht klar umrissen, im Allgemeinen versteht man darunter jedoch eine ungewöhnlich hohe Verletzung der erforderlichen Sorgfalt. Dadurch ergibt sich bei der Haftpflichtversicherung eine Grauzone. Denn während die meisten Versicherungsverträge einfache Fahrlässigkeit abdecken, ist die grobe Fahrlässigkeit insbesondere bei sehr günstigen Policen häufig nicht mit eingeschlossen.

Beispiele für grobe Fahrlässigkeit:

Ein Mieter stellt auf seiner Balkonbrüstung Blumentöpfe auf. Diese werden durch einen Windstoß auf den darunter gelegenen Bürgersteig gestoßen – ein Fußgänger wird getroffen und erleidet ein Schädel-Hirntrauma. Dem Mieter muss die Gefahr des Absturzes bewusst gewesen sein, es liegt eine grobe Fahrlässigkeit vor.

So finden Sie die richtige private Haftpflichtversicherung

Wer einen Versicherungstarif zur privaten Haftpflichtversicherung sucht, sollte aus diesem Grund immer auch auf die Erstattung bei Schäden infolge von grober Fahrlässigkeit achten. Insbesondere wenn es zu kostspieligen Sachschäden oder Personenschäden kommt, kann es sich lohnen ein paar Euro mehr pro Jahr in diesen extra Schutz zu investieren. Daneben empfiehlt sich im Übrigen auch die sogenannte Ausfalldeckung. Diese greift dann, wenn der Versicherungsnehmer selbst geschädigt wird – die Verursacher aber den Schaden selbst nicht begleichen kann, bzw. selbst über keine private Haftpflichtversicherung verfügt.

Haftpflichtversicherung: Grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz

Neben der Unterscheidung zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit gibt es noch den Vorsatz. Dieser liegt dann vor, wenn dem Versicherten die Folgen seiner Handlung nicht nur bewusst waren, sondern diese sogar erwünscht oder zumindest in Kauf genommen wurden. Die private Haftpflichtversicherung zahlt nicht bei Vorsatz. Nur Schäden, die ohne den Willen des Versicherungsnehmers entstehen, sind im Versicherungsschutz inbegriffen.
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Haftpflichtversicherung: Schadensfall melden

Haftpflichtversicherung: Schadensfall melden aber richtig

Wer bei seiner privaten Haftpflichtversicherung einen Schadensfall melden will, sollte dabei einige Dinge beachten. Egal ob kaputtes Handy, Lackkratzer am Auto, zerbrochene Fensterscheibe oder Sprung im Flachbildschirm – wer Dritten einen Schaden verursacht, muss für diesen aufkommen. Damit sich die private Haftpflichtversicherung ein genaues Bild machen kann, gilt es im ersten Schritt den Schadensfall zu dokumentieren.

Haftpflichtversicherung: Schadensfall umgehend melden

Um bei der Haftpflichtversicherung einen Schadensfall zu melden, muss diese natürlich kontaktiert werden. Dies ist vom Versicherten umgehend zu tun. Dazu haben Haftpflichtversicherte verschiedene Möglichkeiten: Der Anbieter ist meist auf drei Wegen erreichbar – online, telefonisch und schriftlich. Ist dafür nicht sofort Zeit, sollte die Schadensfallmeldung nicht länger als eine Woche hinausgezögert werden. Selbst wenn nicht klar ist, ob der Schaden vom Versicherten verursacht wurde, sollte die Versicherung über den Vorfall informiert werden. Schließlich gehört es zu ihrem Leistungsumfang, den gemeldeten Schadensfall zu prüfen und gegebenenfalls unberechtigte Schadensersatzansprüche abzuwehren.

Schadensfall dokumentieren und fotografieren

Damit sich die Haftpflichtversicherung vom Schadensfall ein genaues Bild machen kann, empfiehlt es sich, diesen zu fotografieren. Wenn es sich um einen beschädigen Gegenstand handelt, sollte dieser wenn möglich an Ort und Stelle bleiben. Denn möglicherweise kommt ein Mitarbeiter der Versicherung vorbei, um den gemeldeten Schadensfall zu begutachten. Kleinere Gegenstände müssen teilweise auch eingeschickt werden. Alle am Schaden beteiligten Personen sollten zudem ihre Adressen austauschen, sodass eine spätere Kontaktaufnahme möglich ist.

Der Haftpflichtversicherung den Schadensfall schildern

Damit der Haftpflichtversicherung der Schadensfall gemeldet werden kann, erhalten Betroffene ein Schadensmeldungsformular. Dort schildern sie den Tathergang und den Ausmaß des Schadens. Ebenfalls werden Kontaktdaten sowie Ort, Datum und Uhrzeit des Geschehens abgefragt. Möglicherweise ist auch die Einsendung eines Rechnungsbelegs notwendig, damit die Versicherung die Höhe des Schadensersatzes einschätzen kann. Nicht vergessen: Alle Angaben in der Schadensanzeige müssen der Wahrheit entsprechen. Denn der Versicherer hat die Möglichkeit, auch dem Geschädigten zum Schadenshergang zu befragen, um die Informationen miteinandern abzugleichen. Ist der Schaden grob fahrlässig verursacht worden, müssen Versicherte darauf hoffen, einen Haftpflichtversicherer zu haben, der bei grober Fahrlässigkeit leistet. Ist dies in den Versicherungsbedingungen nicht vereinbart worden, wird der Anbieter auch nicht für den Schadenersatz aufkommen.

Haftpflichtversicherung: Interessante Schadensfallmeldungen

Für die private Haftpflichtversicherung gibt es einige interessante Beispiele für gemeldete Schadensfälle. So zahlte eine Versicherung beispielsweise fast 45.000 Euro an eine ältere Frau. Gegen sie prallte ein zwölfjähriger Junge mit seinem Skateboard, woraufhin sie sich den rechten Unterarm und das linke Hüftgelenk gebrochen hatte. Dieses Beispiel zeigt, dass Versicherte nicht nur sich selbst mit einer Privathaftpflichtversicherung absichern, sondern auch ihre Kinder.

Ein anderer Fall von Personenschaden kann vor allem im Winter vorkommen. Wer beim Ski- oder Snowboardfahren von jemanden umgefahren wird, hat unter anderem Anspruch auf die Erstattung der Behandlungskosten und Reha-Kosten. Kann der Geschädigte zudem nicht arbeiten, zahlt die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers auch für den Verdienstausfall.

Typische Beispiele: Heruntergefallendes Smartphone eines Freundes

Überwiegend werden bei der Haftpflichtversicherung jedoch Schadensfälle gemeldet, bei denen es um Sachschäden geht. Bleibt der Versicherte beispielsweise mit dem Einkaufswagen auf dem Parkplatz an einem Auto hängen und verursacht einen Blech- und Lackschaden, springt der Versicherer ein. Auch wer sich aus Versehen auf die Brille eines Arbeitskollegen oder Freundes setzt oder das Handy der Eltern fallen lässt, kann sich in der Regel auf seine private Haftpflichtversicherung verlassen.

Unbedingt Prüfung des Schadensfalls abwarten

Wichtig ist in jedem Fall: Bevor der Haftpflichtversicherung der Schadensfall nicht gemeldet wurde und es noch keine Rückmeldung gab bzw. der Hergang nicht geprüft wurde, sollten Versicherte weder Schuldzugeständnisse machen noch Geld an den Geschädigten zahlen. Erst muss die Versicherung den Fall überprüfen. Ist der Kunde nicht schadensersatzpflichtig, wehrt sie unberechtigte Ansprüche Dritter ab. Sollte dann jedoch schon eine Entschädigung vom Unfallverursacher geflossen sein, bleibt er auf seinen Kosten sitzen.

Unser Service für Sie: Kontaktadressen für Schadensmeldungen

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