Ausfalldeckung in der Privathaftpflicht sinnvoll?

Ausfalldeckung in der Privathaftpflicht sinnvoll?

Mit einer privaten Haftpflichtversicherung schützen sich Versicherte vor Schadensersatzforderungen Dritter. Doch was ist, wenn man selbst geschädigt wird und der Verursacher die dadurch entstandenen Kosten nicht zahlen kann? Auch in diesem Fall hilft eine Haftpflichtversicherung, jedoch nur, wenn eine Ausfalldeckung vereinbart wurde. Die Ausfalldeckung der eigenen Privathaftpflicht übernimmt dann die Kosten, die eigentlich die Gegenseite tragen muss aber nicht kann. Um nicht selbst auf den Kosten sitzen zu bleiben, bieten aktuelle Haftpflichtversicherung häufig diese Option bereits an.

Tipp: In unserem Haftpflichtrechner ist die Ausfalldeckung bereits für Sie vorausgewählt. Ein Vergleich lohnt sich also!

Ausfalldeckung in der Haftpflichtversicherung

Gerade wenn im Sommer viele Radfahrer auf den Straßen Deutschlands unterwegs sind, steigt auch das Risiko, als Fußgänger mit ihnen zusammenzustoßen. Oftmals kommen die Beteiligten mit dem Schrecken davon. Werden jedoch Personen verletzt oder das Fahrrad kommt zu Schaden, folgt nach dem Erschrecken schnell die Frage, wer für etwaige Behandlungskosten oder Reparatur zahlen muss. In der Regel gilt: Wer Dritten einen Schaden zufügt, muss für diesen aufkommen. Glücklich kann sich dann derjenige schätzen, der eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat. Denn diese kommt nicht nur für Schadensersatzforderungen auf, sondern prüft auch, ob die Ansprüche berechtigt sind. Wurde zudem eine Ausfalldeckung vereinbart, brauchen sich Versicherte keine Sorgen darüber machen, wie der Unfallverursacher finanziell aufgestellt ist.

Leistungen der Haftpflichtversicherung Ausfalldeckung

Eine Haftpflichtversicherung mit Ausfalldeckung zahlt sich dann aus, wenn man selbst einen Schaden durch Dritte zugefügt bekommt und der Verursacher dafür nicht aufkommen kann – entweder weil er keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat oder finanziell nicht in der Lage ist, den Schadensersatzforderungen nachzukommen. Bei kleineren Schäden scheint diese zusätzliche Leistung weniger von Bedeutung zu sein. Doch spätestens, wenn man etwa durch die Folgen eines unverschuldeten Zusammenstoßes mit einem Radfahrer wochenlang nicht mehr arbeiten kann, zeigt sich der Vorteil der Haftpflichtversicherung Ausfalldeckung.

Wann springt die Ausfalldeckung ein?

Bleiben Geschädigte auf ihren Forderungen sitzen, springt die Ausfalldeckung der eigenen Haftpflichtversicherung ein. Versicherte erhalten dann beispielsweise Reparaturkosten oder einen Verdienstausfall vom Versicherer ersetzt. Allerdings müssen die Schadensersatzforderungen in manchen Fällen erst einen bestimmten Betrag übersteigen. Zudem müssen Versicherte einen gerichtlichen Titel erwirkt haben. Dann zahlt die Haftpflichtversicherung maximal bis zur vereinbarten Höchstgrenze.

Haftpflichtversicherung: Ausfalldeckung zusätzliches Plus an Schutz

Da es sich bei der Ausfalldeckung um eine Zusatzleistung der Haftpflichtversicherung handelt, müssen Versicherte für diese einen etwas höheren Beitrag zahlen als ohne diesen Baustein. Oftmals wird daher auf dieses Plus an Versicherungsschutz verzichtet. Aber auch Unwissenheit über die persönlichen Konsequenzen, wenn Dritte für einen Schaden nicht aufkommen, kann dazu führen, eine Haftpflichtversicherung ohne Ausfalldeckung abzuschließen. Doch trotz der Tatsache, dass es in Deutschland fast 45 Millionen abgeschlossene Verträge in der allgemeinen Haftpflichtversicherung gibt (Stand 2012), haben immer noch genügend Bürgerinnen und Bürger keine Absicherung vereinbart. Die kleine zusätzliche Investition in eine Ausfalldeckung kann sich daher im Ernstfall lohnen.
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